Freitag, 2. Dezember 2016

Amtliches Desinteresse

Es gibt Dinge, die mich aufregen. Generell sind das Freiheiten, die Menschen sich frech herausnehmen, indem sie die Freiheit oder die Rechte Anderer mutwillig beschneiden. Sozialegoismus eben. Das gilt auch und ganz besonders für den Straßenverkehr.

Folgende Situation finde ich täglich vor:
Am Hessenweg baut ein Logistikunternehmen neben einer Industriefleischeri an der Stelle eines Parkplatzes eine Halle. Daher stehen die Parkplätze nicht mehr zur Verfügung, die Autos werden außerhalb des Firmengeländes rechts und links eines kombinierten Geh- und Radweges geparkt. Soweit so gut.

Allerdings stehen die Fahrzeuge so, dass sie zum Parken auf der Grünfläche den kombinierten Geh- und Radweg befahren haben müssen. Dieser Zustand besteht seit Wochen permanent. Ich habe aus Neugierde einmal die Polizei in Münster angerufen, natürlich nicht über die Notrufnummer.

Ich beschrieb meinem minimalfreundlichen Gesprächspartner den Umstand, er schien nicht wirklich herausfiltern zu können und fasste noch einmal zusammen. Ich ergänzte, dass ich kein geistiges Kleiingärtnertum betreiben wollte, ich entgegnete mir aber, dass es auf ihn durchaus den Anschein machen würde, da ich das ja so vorgetragen hätte.

Weiterhin nahm er die Telefonnummer auf für eventuelle Rückfragen seitens der Kollegen, die er bei Gelegenheit auf Streife da vorbeischicken wolle.

Natürlich geht es bei dem Parken nicht um Leben und Tod, aber es geht um die Nutzung von Fahrbahnteilen, die durch Radfahrer und Fußgänger benutzt werden (müssen), die eigentlich zu deren Schutz bestehen und nicht als Erleichterung zum Wildparken. Ich hätte mir daher auch von einer unterbesetzten Polizei etwas mehr Interesse erhofft.

Seinerzeit hatte der Leitende Polizeidirektor Udo Weiss in seiner Funktion als Leiter der Direktion Verkehr der Polizei NRW Münster ein nicht normenkonformes Verhalten aller Verkehrsteilnehmer angemahnt, für eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Verkehrsverstoßen geworben und Schwerpunktaktionen ins Leben gerufen. Leider wurde schwerpunktmäßig nur der Radfahrer kontrolliert und "erzogen", Kraftfahrer wurden nur sehr vorsichtig angefasst.

Wenn der Kontrolldruck auf Kraftfahrer nicht existiert oder zu niedrig ist, denkt eben jeder, dass er machen kann, was er will. Ich habe den Eindruck, dass die Polizei sehr wohl weiß, dass die im Straßenverkehr in weiten Teilen die Kontrolle verloren hat und nur noch symptomatisch unterwegs ist. Herzlichen Dank!

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Email an die Pressestelle der Polizei Münster

"Sehr geehrte Damen und Herren,

auf Presseportal.de stieß ich am 25.10.2016 auf eine Unfallmeldung der Polizei Münster, zu der ich gerne von Ihnen eine Erklärung hätte.
Text der Meldung war:

"Münster (ots) - Bei einem Verkehrsunfall am Montagabend (24.10., 18:30 Uhr) übersah eine 36-jährige Autofahrerin aus Nottuln an der Einmündung Hafenstraße / Frie-Vendt-Straße beim Rechtsabbiegen einen 23-jährigen Münsteraner Radfahrer, der auf dem Radweg der Hafenstraße in gleicher Richtung unterwegs war. Durch den Zusammenstoß stürzte der Radfahrer und verletzte sich dabei leicht. Er wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht."
Meiner Ansicht wird die Unaufmerksamkeit der Kraftfahrerin unnötig bagatellisiert sowie die Folgen für den Radfaherer ebenfalls unnötig verharmlost.

An der Kreuzung Hafenstraße / Frie-Vendt-Straße wird der Radverkehr Richtung Osten im Sichtfeld des KFZ-Verkehrs von einem roten Schutzstreifen (durchgezogene Linie) über eine rote Furt geführt. Die Sichtachse ist also frei. Außerdem ist diese Kreuzug als einzige West-Ost-Verbindung südlich des Bahnhofs stark durch Radverkehr frequentiert. Bei der im Verkehr gebotenen Aufmerksamkeit hätte die Kraftfahrerin jederzeit mit einem Radfahrer rechts neben sich rechnen müssen und hätte sich durch einen Schulterblick vor dem Abbiegen versichern müssen, dass niemand durch den Fahrtrichtungswechsel zu schaden kommt (vgl. §9 Abs. 3 StVO).
Damit hat die Kraftfahrerin den Radfahrer nicht "übersehen", sondern sie hat regelwidrig und damit fahrlässig den Abbiegevorgang eingeleitet mit der Folge, dass sie den Fahrweg des Radfahrers schnitt und daher mit dem regelkonform fahrenden Radfahrer kollidierte, ohne das er die Kollision hätte vermeiden können.
Daher verletzte der Radfahrer sich nicht, es handelt sich nicht durch eine aktive Tat des sich selber Verletzens, sondern er wurde in der Folge durch die Kollision mit dem PKW versetzt. Hier wäre das Passiv angemessen gewesen.
Ebenfalls harmlos klingt, dass der Radfahrer mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurde. Denn sicherlich musste er mit dem Rettungswagen aufgrund der Verletzungen, die ihm durch den nicht selber verursachten Verkehrsunfall zugefügt worden sind, in einem Krankenhaus notärztlich versorgt werden. 
Ich möchte Sie dafür sensibilisieren, dass die Formulierung dieser Meldungen unmittelbare Folgen für Radfahrer im Straßenverkehr haben kann. Wenn eine Meldung so verharmlosend die Rolle des Kraftfahrers beschreibt, dann halten Leser den Sturz und die Verletzungen des Radfahrers möglicherweise für eine logische Konsequenz daraus, dass er mit dem Rad gefahren ist und dass er sich regelkonform verhalten hat, statt mit dem Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer zu rechnen und sich von vorne herein dementsprechend zu verhalten (vgl. §1 Abs. 1 StVO).
Dementsprechend leichtsinnig wird dann möglicherweise gegenüber dem Radfahrern im Straßenverkehr agiert bzw. wird die Unversehrtheit radfahrender Verkehrsteilnehmer nicht respektiert. Äußerungen, wie

"Auch wenn die Radfahrerin keine Schuld trifft, rät die Polizei Radlern, im Zweifel auf ihr Vorfahrtsrecht zu verzichten."
sind daher kontraproduktiv, werden nicht im Einklang mit der StVO getroffen und sind im Interesse der Sicherheit der Radfahrer zu unterlassen.
Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.


Mit freundlichen Grüßen
Oliver Heining"

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Nachlese: Huckepack ans Wasser

Am 10.10.2016 hatte ich das Vergügen, den Optima Baron zusammen mit den Kinderrädern hinten auf die Golf zu schnallen und mich mit der Familie Richtung Paradies nach Egmond aan Zee auf zu machen.

Bereits im Mai dieses Jahres hatte die Ehefrau ein Herbst-Special bei Roompot geschossen: EIne Kurzwoche Mo. - Fr. also vier Übernachtungen in einem Chalet für sechs Personen für EUR 200,- im Kustpark Egmond aan Zee geschossen.

Als Chalet wird ein Mobilheim oder ein Ferienhaus in "Container"-Bauweise bezeichnet. Beides klingt aber unkomfortabler als es tatsächlich ist, deswegen hier ein paar Fotos:

Wohnbereich

Küchenbereich
Badezimmer

eines der Schlafzimmer


Wir hatten fünf wunderbare Tage bei trockener, meist sonniger Witterung zwischen 12 und 14°C. Wir hatten die Gelegenheit und zu erholen und ans Wasser zu gehen.

Mittagspause mit Beach-Baron


Eine schnelle abendliche Runde von Egmond aam Zee über den Herenweg nach Bergen aan Zee durch den Wald nach Bergen binnen und dann über Herenweg wieder zurück nach Egmond aan Zee 30km mit 22km/h Schnitt war für mich auch drin.

Dienstag, 4. Oktober 2016

Finde den Fehler

Ich baue für Sohn 1 im Moment das Mountainbike seines älteren Bruders wieder auf, der es nicht haben will. Es handelt sich um ein schönes Guderreit N15, in Teilen durch einen Fahrraddieb, der es wohl selber zwei Jahre fuhr, recht heruntergerockt, aber gute Substanz und der Junge will es fahren.

Gemacht werden müssen Licht vorne, Verkabelung, Reifen (Schwalbe Citizen kommen drauf) und Bremszüge. Ich habe es gerne ordentlich, also werden auch Zugendkappen benutzt und leider auch benötigt. Also habe ich mich auf den Weg zum Fahrrad-Giganten in 5km entfernung gemacht. Da hat die Werkstatt leider Mittagspause, die Verkaufstante weiß auch leider nicht, wo in der Werkstatt die Dinger liegen und es täte ihr sehr leid. Warum fahre ich auch immer wieder da hin?!

Wieder zu Hause mit leeren Händen wollte ich gerade meinen Unmut in diesen Blog gießen, da fällt mir Hansen ein....auch in Handorf, näher dran als Schröder, serviceorientiert, Familienbetrieb...irgendwie vergesse ich den immer. Der liegt einfach zu versteckt.

Also, wenn ihr in Münsters Nordosten wohnt: Schröder taugt nichts, der ist nur ein Kistenschieber, Hansen ist die Apotheke, die wirklich alles hat und besorgen kann.

Donnerstag, 22. September 2016

Nostalgietour

Zum Anlass des 45jährigem Jubiläum und dem damit verbundenen Ehemaligentreffens meiner Schule bin ich am 19.09. nach Fürstenau gefahren. Die Wettervorhersage war vielversprechend, das Baron hatte schon länger keinen ausgiebigen Auslauf mehr gehabt, also gings im Liegen los.

Die Fahrt über Greven, Saerbeck, Hörstel, Ostenwalde, Hopsten, Schalte nach Fürstenau war flott und bis auf ein Stück des Jacksonweges zwischen Saerbeck und Beverger, das nicht befestigt ist, recht gut zu fahren.

Als ich morgens um 3:20 Uhr zu Hause war, hatte ich gut 144km mit einem Netto-Schnitt von 22,5 km/h auf dem Tacho.

Das war der erste Langzeit-Test für die drei Lampen vorne. Die beiden kleinen Leuchten funktionieren zusammen so gut, dass ich nicht den Impuls hatte, die dritte große Leuchte an zu machen.

Donnerstag, 15. September 2016

Gier

Nachdem ich bei Liegend Leezen 2016 auf einem Parkplatz das Zox 26 von Eckart eine Runde gefahren bin, musste ich meine Meinung zu Zox Bikes schlagartig ändern. Ja, Vierkant-Stahlrohr ist vom Design her so naja. Aber der Frontantrieb ist sehr direkt und ohne Verzögerung da und besorgt seinen Vortrieb zuverlässig. Der Um-die-Knie-Lenker ist auch nicht so schlimm, wie ich ihn bei Probefahrten auf einer Speedmachine 2 in Erinnerung hatte. Sehr gut gefallen hat mir auch der im Vergleich zum Baron steife Rahmen und der leichte Lauf der großen 26''-Räder. Es ist um mich geschehen, ich will ein Zox 26 low in grau.

Das Verständnis der Ehefrau ist genau so wie die Mittel für diesen Wunsch im Moment nicht vorhanden. Jobrad richtet im Moment aber ein Gewinnspiel aus, bei dem man EUR 2.500,- für sein Wunschrad gewinnen kann. Hochmotiviert habe ich mir einen Twitter-Account eingerichtet und rund 54 Tweets mit dem Wunschrad abgeschossen, bevor ich die Teilnahmebedingungen von Jobrad und die Regeln von Twitter gelesen hatte.




Beide verbieten nämlich, dass man mehr als einen Eintrag zu dem Gewinnspiel twittert. Also zurück auf Null und 53 Tweets wieder löschen. Ich wünsche mir dieses Rad so sehr, und ich sehe alle Liegeradkollegen mit einem Zox schon über mich lachen, denn ich hatte gut über die Zoxe abgelästert. Wenn mich das meinem eigenen Zox näher bringt, dann soll es so sein. Schöne Grüße an Euch.


Mittwoch, 14. September 2016

Einsicht? Fehlanzeige!

Am Montag fuhr ich die Mondstr. aus nordlicher Richtung auf der Fahrbahn, als ich sah, wie ein Fahrzeug der Wall AG mit laufendem Motor auf Höhe der Bushaltestelle "An der Konradkirche" auf dem Radweg und teilweise auf dem Gehweg stand. Der Fahrer querte gerade gemütlich mit zwei Papierrollen die Fahrbahn, wohl um die Werbung an dem Bushäuschen zu wechseln. Hätte ich Zeit zum Anhalten und Diskutieren gehabt, hätte ich beides gerne getan, so blieb mir leider nur wieder einmal der Weg, die Wall AG Niederlassung Münster anzurufen und mich nach dem tieferen Sinn zu erkundigen.

Die Wall AG hatte ich früher schon mal kontaktiert, weil ein Fahrer auf der Dorbaumstraße hinter einer Busbucht auf dem Radweg stand, um die Plakate zu wechseln, auch da mit laufendem Motor. Der Herr der Wall AG, der Herr Monz, erklärte mir damals, es gäbe da eine Vereinbarung mit der Polizei Münster, dass die Fahrer der Wall AG sich so hinstellen, dass die den Kraft-Verkehr so wenig wie möglich behindern. 

Dieses Mal erhielt ich ebenfalls wieder einen Rückruf der Herrn Monz, der nach wie vor sich Ansicht vertrat, dass der Kraftverkehr schützenswerter sei als Radfahrer und Füßgänger. Auch war er überhaupt nicht damit einverstanden, dass ich das Verhalten seines Fahrers als asozial bezeichnete. Ich erklärte ihm, dass es durchaus asozial ist, Radfahrer durch Blockieren des Radweges auf die Fahrbahn oder den Gehweg zu zwingen und Mütter mit Kinderwägen oder Behinderte mit Rollstuhl am Vorankommen zu behindern, nur um es sich selber einfacher zu machen. Weiter erklärte ich ihm nochmal, dass das Halten und Parken von KFZ auf Rad- und Gehwegen verboten ist und es vor dem Gesetz letztendlich egal ist, ob andere KFZ durch das Halten auf der Fahrbahn behindert werden oder nicht. Letztendlich gab er mir nur recht in dem Punkt, dass die Motoren nicht grundlos laufen dürfen. 

Er gestand zu, dass er noch einmal mit den Fahrern sprechen werde, um sich in Zukunft weniger auffällig im Verkehr zu bewegen. Nach Auskunft der Polizei Münster gibt es eine Vereinbarung, auf Gehwegen zu halten nicht mit der Polizei Münster, sondern allerhöchstens mit dem Ordnungsamt der Stadt Münster, dann allerdings mit der Auflage, Wege nicht komplett zu blockieren.

Freitag, 2. September 2016

Türstopper II

Nachdem ich mich hier so ordentlich gelobt habe, einen Türstopper als Adapter zur Montage eines Akku-Scheinwerfers zu benutzen, musste ich auf längere Sicht erkennen, dass die Lösung doch nicht final sein konnte.

Ich habe es nicht geschafft, die Lampe seitlich im passenden Winkel einzustellen, da einmal der Türstopper durch den Zug der Mutter auf der Schrauber verformt wird und dazu die Lasche zu tief in das Material eindringt. Auch verdrehen sich Türstopper und damit auch die Lampe zu schnell auf dem Gewinde und ich war auf die Dauer nicht sehr zufrieden mit der Lösung. Also habe ich mich nochmal auf den Weg in den Baummarkt gemacht und bin durch alle Gänge geschlendert auf der Suche nach Inspriration oder eben einer Kundstoffstange mit 30mm Durchmesser idealerweise schwarz durchgefärbt. Wie aber der Titel des Posts erlennen lässt, bin ich wieder einmal beim Türstopper gelandet. Aufgrund der bisherigen Erfahrungen habe ich diesen jetzt vorher ein bisschen bearbeitet.

  1. Ich habe nicht die volle Länge genutzt, sondern nur rund 25mm, die Schnittflächen plan geschliffen.
  2. Um das durch den Zug entstehende Eindringen von Metall (Lasche, Mutter) in den Türstopper zu verhintern, habe ich zu beiden Seiten große Unterlegscheiben verwendet, die vom Durchmesser her etwas größer sind als der Durchmesser des Türstoppers. So wird der Türstopper eingeklemmt und vergrößert durch dieses "Quetschen" seinen Durchmesser auch noch etwas, so sitzt die Schelle der Lampe fester
  3. Spielt aufgrund der geringen Länge des Türstoppers und der Quetschung die komische Form keine Rolle mehr. Deswegen sitzt die Lampe nun auch im rechten Winkel zur Lasche.
Hier das Ergebnis:



Für Liegeradverhältnisse sieht das doch recht ordentlich aus. Wareneinsatz EUR 2,70



Samstag, 6. August 2016

Rechts ist links und passt

Nachdem ich also den vermeindlich rechten Konus ausgemessen und mit den Maßen bei Rose fündig geworden bin, bestellte ich einen linken Konus von Shimano, der passen sollte. Dieser hatte eine Staubschutzkappe, die sich hoffentlich entfernen ließ. Nachdem die teuerste Mutter meiner Geschichte mit DHL noch eine Extrarunde drehte, ist sie heute abgekommen. Mit den Seitenschneider wurde die verpresste Staubschutzkappe herunter gemurkst und das gute Stück schnell verbaut. Nach zwei Versuchen passte auch das Lagerspiel und das Hinterrad läuft leicht und leise.


Was für eine schwere Geburt...